Durchblutungsstörungen (Angiopathie) und Nervenerkrankungen (Polyneuropathie) als Begleiterscheinungen der "Zuckerkrankheit" (Diabetes mellitus) machen die Füße besonders anfällig für Druckstellen und Verhornungen, welche aufgrund der verminderten Sensibilität nur bedingt wahrgenommen werden. So können offene Stellen (Ulcus) entstehen, welche Aufgrund der mangelnden Durchblutung nur sehr schlecht heilen, was im Extremfall letztendlich zu einer Amputation führen kann. Das Ziel einer solchen Versorgung ist generell den Fuß weich zu betten, evtl. Druckstellen zu entlasten und Druckspitzen zu minimieren. Deshalb ist der Aufbau der Einlagen mit verschienen Schichten (sog. Sandwichbauweise) mit unterschiedlichen Härtegraden (Shore) erforderlich.
......ist eine computergestützte Druckverteilungsmessung. Bei einer solchen Fußdruckmessung wird ermittelt, wie sich das Körpergewicht in der Dynamik (beim Gehen) auf die Fußfläche verteilt. Dünne Mess-Sohlen werden zunächst in sog. Neutralschuhe gelegt und dem Patienten angezogen. Anschließend werden diese Mess-Sohlen mit dem PC verbunden und der Patient geht einige Schritte damit.
Die so ermittelten Daten werden mit dem PC aufgezeichnet und anschließend analysiert.
Es ist daraus ersichtlich ob:
Das so ermittelte Gangbild dient neben dem Formabdruck (Gipsabdruck) und der Trittspur (Statik) als Grundlage zur Herstellung einer Diabetesadaptierten Fußbettung bzw. Einlage.
Ebenso kann nach der Herstellung der Therapie-Erfolg (z.b. Druckentlastung, Druckumverteilung...) gemessen werden. Hierzu werden die Mess-Sohlen in die Konfektionsschuhe bzw. in die Diabetiker-Schutzschuhe gelegt.
Wie weiter oben schon beschrieben, wird nun die 2. Messung durchgeführt.
Diese Messung sollte nach einer gewissen Tragezeit
(alle 2-3 Monate) wiederhohlt werden.
So kann ein möglicher Verschleiß des Hilfsmittel frühzeitig erkannt werden.
Eine erfolgreiche Versorgung setzt besondere Anforderungen der Schuhe voraus: